Verhaltensänderungen im Alter

Was kann ich tun und wie kann ich helfen, wenn mein naher Angehöriger im Alter plötzlich Verhaltensänderungen zeigt?

Das Magazin "Daheim Betreut" der WKO (Ausgabe 04/2019) veröffentlichte kürzlich einen Beitrag über "Verhaltensänderungen im Alter", den wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Es betrifft sehr viele und es wird vermutlich noch auf einige von uns zukommen. Statistisch gesehen ist der Mensch in seinem wohlverdienten Ruhestand gelassener als jener Jüngere, der noch voll im Berufsleben steckt.

Doch kommt es genau bei diesen älteren Menschen zu "negativen" Verhaltensänderungen - sie ziehen sich zurück, werden grundlos misstrauisch, aggressiv, boshaft oder haben sogar Wahnvorstellungen. Angehörige sind überfragt.

Diese Anzeichen müssen nicht unbedingt mit beginnender Demenz zusammen hängen, es können Schmerzen oder Ängste, sowie Gefühle der Hilflosigkeit, des Verlustes, der Trauer oder Einsamkeit sein. Oft bedeutet es auch, dass man niemanden zur Last fallen möchte.

 Typische Verhaltensänderungen sind:

  • Rückzug von Freunden und Bekannten
  • depressive Verstimmungen bzw. Altersdepression, Niedergeschlagenheit
  • nächtliches Umherwandern
  • Unruhe und Angst
  • verbale bzw. körperliche Aggressivität
  • Misstrauen, Feindseligkeit, Nörgeln und Grant
  • Wahnvorstellungen, Sinnestäuschungen, Halluzinationen

Was hilft  und wirkt sich positiv aus:

  • Kommunikation, Anteilnahme, Zuwendung
  • Verständnis
  • Geduld und Gelassenheit ausstrahlen
  • Miteinbeziehen und Aufgaben geben
  • Selbstständigkeit belassen
  • Wertschätzung zeigen
  • Keine Veränderungen in der Wohnumgebung ohne Einverständnis
  • verbale und körperliche Konfrontation vermeiden
  • ablenken, beschäftigen, besänftigen

UND medizinisches Fachpersonal aufsuchen!

 

*Quelle: WKO "Daheim Betreut" 04/2019