Gesetzliche Regelungen während eines Betreuungsverhältnisses

Notfälle - was passiert, wenn...

...ein gesundheitlicher Notfall eintritt?
Selbstständige Personenbetreuerinnen sind verpflichtet, mit zu betreuenden Personen, deren Angehörigen, Beauftragten oder Vertretungsbefugten eine Vereinbarung betreffend Handlungsleitlinien für den Alltag und den Notfall abzuschließen. Bei einer Verschlechterung des Zustandes sind die im Betreuungsvertrag festgelegten Maßnahmen wie etwa Verständigung des Hausarztes oder der Rettung zu setzen.

...eine Krankheit sich verschlechtert?
Im Falle eines Krankenhausaufenthalts bleibt der Betreuungsvertrag grundsätzlich aufrecht, wenn im Betreuungsvertrag nicht ausdrücklich vereinbart ist, dass ein Krankenhausaufenthalt zu einem Endes des Vertragsverhältnisses führt. Das Betreuungsunternehmen hat seine Leistungen  - so weit wie möglich - weiter zu erbringen und die betreute Person hat den vereinbarten Werklohn zu entrichten.

...die betreute Person verstirbt?
Stirbt die zu betreuende Person zu Hause, so ist der Totenbeschauer zu holen, um den Tod festzustellen. Die Angehörigen sind unverzüglich zu informieren, Der Betreuungsvertrag endet mit dem Tod der betreuten Person.

...der Betreuer krank wird?
Wird die Betreuerin krank, muss eine Vertretung gestellt werden. Die Vertretung hat alle Leistungen so zu erbringen wie das ursprünglich betraute Betreuungsunternehmen selbst.

...der Betreuer wechselt?
Werden zwei Betreuungsunternehmen abwechselnd tätig, so besteht jeweils ein eigenes Vertragsverhältnis zwischen der zu betreuenden Person und den Betreuungsunternehmen. Für die zu betreuende Person selbst ändert sich daher - außer in der Person der Personenbetreuerin - nichts.

(weekend Magazin 2018. S.34)

Quelle: Im Fall der Fälle (2018): weekend Magagzin, S. 34